Der Schulworkshop bringt Schüler*innen mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinde Köln persönlich zusammen. In einer Zeit, in der Antisemitismus spürbar zunimmt, setzt das Projekt auf Dialog, Zuhören und echtes Kennenlernen. Persönliche Begegnungen können Vorurteile abbauen und Perspektiven verändern.
Begegnungen – jüdisches Leben in Köln
Das Projekt
Der Workshop wurde 2021 vom Museumsdienst Köln für Kölner Schulklassen anlässlich des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben in Köln“ entwickelt. Im Mittelpunkt steht die direkte Begegnung mit einem Mitglied der jüdischen Gemeinde Köln, denn eine persönliche Begegnung bewirkt, was tausend Bücher nicht leisten können: eine Auseinandersetzung mit der eigenen Neugier und eigenen Vorurteilen.
Diese Gespräche eröffnen den Schüler*innen einen unmittelbaren Zugang zu jüdischem Leben heute. Sie erleben Judentum nicht als historisches Thema, sondern als lebendigen Teil unserer (Stadt-)Gesellschaft. Begleitet werden die Workshops von besonders geschulten freien Mitarbeiter*innen des NS-Dokumentationszentrums, die die Teilnehmenden vorbereiten, die Gespräche moderieren und gemeinsam reflektieren.
Antisemitismus beeinflusst das Leben der in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden in vielfacher Hinsicht, seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 jedoch in nochmals verstärktem Maße. Dies war für den Museumsdienst Köln der Impuls, den Workshop im Jahr 2024 erneut anzubieten.
Dabei zeigte sich, dass diese Begegnungen unter veränderten Voraussetzungen stattfanden: Antisemitismus nimmt zu, gerade auch auf den Schulhöfen. Umso wichtiger erscheint dem Museumsdienst Köln und den befragten Lehrer*innen eine Fortführung und Verstetigung dieses Angebots. Die Lehrer*innen bestätigen den hohen pädagogischen Wert des Angebots. Im Schuljahr 2024/25 nahmen bereits sieben Kölner Schulen an dem Workshop teil.
Was das Projekt bewirkt
- Abbau von Vorurteilen durch persönliche Begegnung
- Sensibilisierung für Antisemitismus und seine Auswirkungen auf den Alltag
- Stärkung von Empathie, Dialogfähigkeit und demokratischen Werten
- Sichtbarmachung jüdischen Lebens als selbstverständlicher Teil Kölns
- Nachhaltige Impulse für den Schulalltag, insbesondere in herausfordernden sozialen Kontexten
Das wird benötigt
Die Begegnungen werden durch das ehrenamtliche Engagement von Mitgliedern der jüdischen Gemeinde ermöglicht, u. a. von Lorenz Beckhardt, Aaron Knappstein und Trude Lehrer.
Für die professionelle Durchführung sind jedoch finanzielle Mittel notwendig, insbesondere für Honorare der besonders geschulten freien Mitarbeiter*innen, Workshop-Materialien, Vorbereitung, Moderation und Nachbereitung der Begegnungen.
Damit das Angebot kostenfrei für Schüler*innen bleibt, vor allem für Schulen in sozialen Brennpunkten, wird ein jährliches Budget von 6.500 Euro benötigt.
Das Projekt wurde bereits durch den Kommunalen Fonds Kulturelle Bildung (Fonds KUBIK) gefördert. Um es langfristig zu sichern und weiterzuführen, ist die Unterstützung durch Förderer*innen oder Sponsor*innen von zentraler Bedeutung.
Weitere Informationen
Projektpartner*in
Mit freundlicher Unterstützung durch

Mit freundlicher Unterstützung durch

Projektleiterin
Andrea Imig
Museumsdienst Köln
Leitung Programme Outreach
E-Mail: andrea.imig@stadt-koeln.de
Telefon: +49 221 221 25496
